Knieschmerzen

Knieschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Wir haben bei Beschwerden an der Innenseite und Außenseite der Kniegelenke zu unterscheiden zwischen Knieverletzungen und degenerativen Veränderungen an den Kniegelenken.

Knieschmerzen

Knieschmerzen können einerseits durch Unfälle andererseits aber auch durch normalen z.B. altersbedingten Gelenkverschleiß an den Kniegelenken verursacht sein. So gibt es akute Bänderrisse am Kniegelenk, z.B. den Riss des vorderen Kreuzbandes und auch den Riss des hinteren Kreuzbandes, und ebenso die häufig im höheren Alter auftretende Arthrose, am Kniegelenk „Gonarthrose“ genannt. Bei letzterer ist manchmal eine Knieoperation erforderlich, bei der ein künstliches Kniegelenk eingesetzt wird. Dies ist die letzte Möglichkeit im Rahmen einer Knie-OP die Knieschmerzen durch Arthrose zu lindern.

Ein weiterer Grund für Knieschmerzen ist ein traumatischer Knorpelschaden am Kniegelenk. Dieser führt je nach Lokalisation der Verletzung nach Knieschmerzen an den Außenseite oder Knieschmerzen an der Innenseite mit zum Teil stechendem Schmerz im gesamten Kniegelenk.

Ebenfalls können Schleimbeutelentzündungen am Kniegelenk oder ein Patellaspitzensyndrom zu Knieschmerzen beim Treppensteigen und Knieschmerzen an der Innenseite und Knieschmerzen an der Außenseite führen. Die Knieprobleme verhindern aufgrund der Schmerzen hinter der Kniescheibe manchmal jede sportliche Aktivität der betroffenen Patienten.

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In der SPORTPRAXIS sehen wir allerdings am häufigsten Schmerzen an der Innenseite des Kniegelenkes bedingt durch degenerative Meniskusläsionen. Dies ist die wichtigste Ursache für Knieprobleme in unserem Klientel. Kniegelenkschmerzen führen Patienten häufig notfallmäßig in unsere Sprechstunde. Diesen Patienten versuchen wir mit einer Arthroskopie des Gelenkes zu helfen. Durch die Kniearthroskopie, auf Deutsch „Kniespiegelung“ oder „Kniegelenkspiegelung“, zur Sanierung der Veränderungen können beim Meniskusschaden und auch bei einem Knorpelschaden am Kniegelenk je nach Situation die Knieschmerzen rasch und zuverlässig gebessert werden und die spätere Implantation einer Knieprothese, eines sog. künstlichen Kniegelenks, vermieden werden.

Die Knieprothese sollte immer nur als letzte Option bei Knieschmerzen bei Gonarthrose angesehen werden. Biologischen Verfahren ist bei Knieschmerzen immer der Vorzug zu geben. Erst bei einer fortgeschrittenen Arthrose, häufig eine „mediale Gonarthrose“ mit Knieschmerzen an der Innenseite des Kniegelenkes, sollte nach vergeblicher Arthrosetherapie und fehlendem Ansprechen auf physiotherapeutische Übungen ein künstliches Kniegelenk, eine „Knieprothese“ implantiert werden.

Aber schauen wir uns die Gründe für Knieschmerzen im Einzelnen an:
 

Verletzungen

 

Meniskusverletzungen

Knieschmerzen an der Innenseite werden häufig durch Veränderungen am Innenmeniskus verursacht, die zu einem stechenden Schmerz im Kniegelenk führen. Risse am Meniskushinterhorn haben häufig Schmerzen in der Kniekehle und Schmerzen im Knie beim Beugen zur Folge. Bei Zunahme des Befundes treten Knieschmerzen nachts und auch Knieprobleme beim Treppensteigen auf. Knieschmerzen an der Außenseite sind seltener, dann aber oft durch Risse am Außenmeniskus des Kniegelenks bedingt. Typisch sind Schmerzen im Knie beim Beugen. Bei stechenden Schmerzen im Knie wünschen die Patienten häufig eine kurzfristige Knie-OP, weil sie im Alltag sehr eingeschränkt sind. Das Kniegelenk ist dann kaum mehr belastbar.

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Kreuzbandriss

Knieschmerzen treten beim Kreuzbandriss unmittelbar nach der Kreuzbandverletzung auf. Die Symptomatik des Kreuzbandrisses ist vielfältig. Der Riss des vorderen Kreuzbandes hat ebenso wie der Riss des hinteren Kreuzbandes eine Instabilität des Kniegelenkes und Schmerzen im Kniegelenk zur Folge. Eine Knie-OP ist beim Kreuzbandriss oft nicht zu vermeiden. Eine solche Kreuzband-Operation hilft durch die Stabilisierung des Kniegelenks durch eine Kreuzbandersatzplastik eine spätere Arthrose, die sog. Gonarthrose oder Kniegelenksarthrose, zu vermeiden.

Besonders jungen Patienten ist eine solche Knieoperation bei Kreuzbandriss zu empfehlen, da ein gerissenes Kreuzband nur in Ausnahmefällen von alleine heilt. Ein stabilisiertes Kniegelenk ist nach der Knie-Operation in der Regel wieder gut belastbar. Knieschmerzen sind auch unter Belastung nach der Knie-OP eher die Ausnahme. Gegenüber einer späteren Arthrose (Gonarthrose) ist sicher die Kreuzbandoperation nach Kreuzbandriss das kleinere Übel.
  kniegelenk  
In den letzten Jahren wurden unterschiedliche Verfahren zur Wiederherstellung des vorderen Kreuzbandes bei Kreuzbandriss entwickelt. Die Auswahl des Verfahrens hängt nach einem Kreuzbandriss nicht so sehr von den Symptomen ab, sondern die Kreuzband-OP kann je nach Erfahrung des Operateurs mit Ersatz des Bandes durch unterschiedliche Materialien erfolgen. Die Versorgung nach Kreuzbandriss mittels Patellarsehnengewebe war über viele Jahre „gold standard“. Das Kreuzband kann allerdings auch durch aus dem M. semitendinosus oder anderen körpereigenen Strukturen entnommenes Gewebe ersetzt werden. Bei der Kreuzband-Operation spielt die Erfahrung des Operateurs in der Behandlung eines solchen Kreuzbandriss eine große Rolle.

Auch die Nachbehandlung nach einer Kreuzbandoperation ist für das Ergebnis nach Kreuzbandriss sehr wichtig. Von ihr hängt u.a. das Ergebnis der in der Regel im Rahmen einer ambulanten Arthroskopie durchführbaren Knieoperation ab. Eine solche Kniearthroskopie sollte bei ambulanter Operation stets in einer Allgemeinanästhesie durchgeführt werden. Damit wird die Arthroskopie für die meisten Patienten nach Kreuzbandriss zu einem gut tolerablen Eingriff und einer wenig belastenden Knieoperation. Die zuvor bestehenden Knieschmerzen sind einige Monate nach der Arthroskopie und Kreuzband-OP nur sehr selten. 
 

Knorpelverletzungen

Knieschmerzen treten auch nach akuten Traumen mit Knorpelschaden am Knie auf. Die Gelenkschmerzen sind zunächst diffus. Das Kniegelenk ist oft geschwollen und schmerzhaft.  Die Knieschmerzen lokalisieren sich an der Innen- und Außenseite, oft verstärkt beim Treppensteigen. Beim Gehen nehmen sie meist zu. Es kommt sehr regelmäßig zur Schmerzzunahme beim Beugen. Die Knieschmerzen sind häufig durch konservative Maßnahmen nicht zu bessern, so dass eine Knie-OP erforderlich wird. Das Kniegelenk kann im Rahmen einer Arthroskopie häufig gut therapiert werden. Bei der Kniearthroskopie kann entweder der Knorpelschaden im Kniegelenk geglättet oder bei der Knieoperation der Knorpelschaden durch Transplantation gesunden Knorpels aus einem nicht betroffenen Bereich des Kniegelenks in die verletzte Zone des Kniegelenkes saniert werden.

Ziel ist jedenfalls, den Knorpelschaden im Kniegelenk durch diese Maßnahmen im Rahmen einer frühen Kniearthroskopie rasch wieder in Ordnung zu bringen, um die Erfordernis einer frühen Knieprothese zu vermeiden. Der Knorpelschaden im Kniegelenk eines jungen Menschen ist jedenfalls eine Situation, die bei wiederkehrenden Knieschmerzen frühe Beachtung verdient. Beachten wir, dass Schmerzen an der Innenseite und an der Außenseite sowie Schmerzen bei Treppensteigen und im beim Beugen besondere Aufmerksamkeit verdienen. 

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    patellaspitzensyndrom  
 

Entzündungen

 

Patellaspitzsyndrom

Knieschmerzen können auch durch chron. Entzündungsreaktionen an Bändern und Sehnen hervorgerufen werden.

Knieschmerzen beim Treppensteigen werden nicht nur bei Meniskus- und Kreuzbandverletzungen wahrgenommen, sondern besonders auch bei Störungen an den Sehnenansätzen. Eine Knieoperation kann hier bei anhaltenden Knieproblemen unter konservativer Therapie helfen.
 

Schleimbeutelentzündung am Knie

Knieschmerzen sind zum Teil auch durch akute oder chronische Schleimbeutelentzündungen des Kniegelenkes verursacht. Schleimbeutel können bei Entzündungen starke Schmerzen am Kniegelenk verursachen.  Solche Schleimbeutelentzündungen im Kniegelenk werden bei anhaltenden Knieschmerzen zunächst konservativ behandelt, sie machen weniger Schmerzen an der Innenseite des Kniegelenkes oder an der Außenseite des Kniegelenkes als vielmehr Schmerzen beim Treppensteigen, ähnlich wie beim Patellaspitzensyndrom.

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Arthrose am Knie – Gonarthrose

Knieschmerzen sind insbesondere bei Patienten höheren Alters durch eine degenerative Veränderung am Kniegelenk hervorgerufen.  Nicht immer ist gleich eine „Knieprothese“ erforderlich. Oft kann ein „künstliches Kniegelenk“ auch durch eine andere Knie-OP vermieden werden. Eine solche Knieoperation kann z.B. eine Arthroskopie des betroffenen Kniegelenkes sein. 

Bevor die Indikation zur Implantation eines künstlichen Kniegelenkes, d.h. einer „Knieprothese“, gestellt wird, müssen jedenfalls die aktuellen Knieschmerzen des Patienten nochmals eingehend analysiert werden und das gesamte Kniegelenk und der Knorpelschaden am Kniegelenk beurteilt werden. Insbesondere sind die aktuellen Gründe für die Knieschmerzen vor einer solchen Knie-OP nochmals genau zu überprüfen.

Bei der Arthrose des Kniegelenkes, der „Gonarthrose“, ist die Implantation eines künstlichen Kniegelenkes, der „Knieprothese“, jedenfalls eine gute Möglichkeit, den fortgeschrittenen Knorpelschaden des Kniegelenkes zu behandeln. 
 

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