Hyaluronsäure-Therapie

Therapie mit natürlicher Gelenkflüssigkeit – bei Arthrosen, Sehnenentzündungen und Kapselverletzungen / Bandverletzungen

Bei der Verschleißkrankheit der Gelenke, der sog. Arthrose, gerät das natürliche Gleichgewicht im erkrankten Gelenk in Unordnung. Stoffwechselvorgänge laufen nicht mehr wie gewohnt ab, die Versorgung des Gelenkknorpels mit wichtigen Nährstoffen gerät ins Stocken, die Gelenkflüssigkeit verliert an Qualität. In dieser Situation stellt häufig die Behandlung mit Hyaluronsäure für unsere Patienten eine ausgezeichnete Lösung des Problems dar. Über die gute Wirksamkeit der Injektion von Hyaluronsäure in degenerativ veränderte Gelenke liegen seit Jahren gesicherte Erkenntnisse vor.


Funktionsweise

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit. Sie wirkt stoßdämpfend und schmierend und versorgt den Gelenkknorpel mit Nährstoffen. Bei einem Verschleiß des Gelenkes, zum Beispiel bei Arthrose, nimmt die Menge und Qualität der Gelenkflüssigkeit ab und die Hyaluronsäurekonzentration sinkt. Die Schutzwirkung für das betroffene Gelenk geht somit verloren. Schmerzen bei Bewegung und Belastung sind die Folge.

Die Lösung: Extern zugeführte Hyaluronsäure unterstützt direkt und ohne Nebenwirkungen: Sie wird direkt in das Gelenk injiziert und ergänzt die krankhaft veränderte Gelenkflüssigkeit. Sie verbessert die Ernährung und Schmierung des Gelenkknorpels. Heute befinden sich unterschiedliche Hyaluronsäureprodukte auf dem Markt, die sich in ihrer Viskosität und Struktur unterscheiden. Je nach Krankheitsbild und Indikation werden wir das in Ihrem Fall geeignete Produkt auswählen und den Anwendungsablauf im Detail mit Ihnen besprechen.


Anwendungsgebiete

  • Hyaluronsäureinjektionen helfen bei Knorpelstörungen an allen großen und kleinen Gelenken.
  • Sie werden auch bei Störungen und hartnäckigen Entzündungen an Sehnenansätzen eingesetzt.
  • Bei Kapsel-/Bandverletzungen am Knie und Sprunggelenk führen Injektionen mit Hyaluronsäure zur Beschleunigung der Ausheilung und verbesserten Behandlungsergebnissen.

Behandlungsablauf

Die Behandlung mit Hyaluronsäure erfolgt durch Injektion des Wirkstoffs in das erkrankte Gelenk bzw. die verletzte Struktur. Hierzu wird der betroffene Körperabschnitt bequem und entspannt gelagert und sorgfältig desinfiziert. Unter sterilen Kautelen wird dann durch den Arzt das Präparat unter Verwendung einer kleinen Kanüle in das betroffene Areal gespritzt. Anschließend wird ein Pflaster bzw. ein Verband angelegt und der Patient kann bald die Praxis ohne Einschränkungen verlassen. Je nach Beschwerdebild und ausgewähltem Hyaluronsäureprodukt sind eine bis fünf Behandlungssitzungen notwendig.


Bei Arthrosen sollte die Therapie nach 12 Monaten, in schweren Fällen bereits nach 6 Monaten wiederholt werden.

Von den wenigsten Patienten wird die Injektion als schmerzhaft beurteilt. Eine kleine Lokalanästhesie mindert zusätzlich die Schmerzwahrnehmung.

Wie bei jeder Spritzentherapie besteht auch bei der Injektion von Hyaluronsäure das theoretische Risiko einer Infektion im behandelten Gebiet. Dieses Risiko ist durch den erfahrenen Behandler allerdings bei sorgfältiger Anwendung auf ein striktes Minimum zu reduzieren.

Lokale Reaktionen auf die Präparate wurden in den letzten Jahren bei der optimierten Reinheit der Präparate nur äußerst selten beobachtet.

Die Behandlung mit modernen Hyaluronsäurepräparaten stellt keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen dar. Die Behandlungskosten müssen deshalb vom gesetzlich versicherten Patienten selbst getragen werden. Von privaten Krankenversicherungen werden die Kosten im Rahmen der GOÄ in der Regel erstattet.

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