Stoßwellentherapie

Behandlung ohne Operation – auch bei hartnäckigen Fällen

Die “Extrakorporale Stoßwellentherapie” (ESWT) stellt seit einigen Jahren eine wertvolle Therapiealternative dar. Sie gilt als eine der modernsten Entwicklungen in der Schmerztherapie. Häufig setzen wir diese Methode ein, wenn andere Maßnahmen versagt haben und eine Operation droht. Sie ist nicht schädigend und zudem wiederholbar. Meist reichen 1 bis 3 Behandlungssitzungen. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben zumindest gleichwertige oder sogar bessere Ergebnisse der ESWT als bei alternativen Operationen.


Funktionsweise

Bei der radialen Extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) werden mechanische Wellen hoher Energiedichte und Frequenz lokal angewendet. Durch die Wellen werden im Gewebe physiologische Regenerationsprozesse angestoßen und beschleunigt. So können z.B. Kalkablagerungen in der Schulter abgebaut werden, es heilen langwierige Entzündungen an den Sehnenansätzen besser aus und es werden schmerzhafte Muskelverhärtungen gelöst.

Bei der sogenannten Trigger-Stoßwellentherapie können die Ursachen von Beschwerden direkt durch die Behandlung der Triggerpunkten in wenigen Behandlungssitzungen beseitigt werden – ganz ohne Medikamente und ohne Operation.


Anwendungsgebiete

  • Kalkschulter
  • Fersensporn
  • Epicondylitis am Ellenbogen
  • Verzögerte Knochenbruchheilung

Die ESWT kann auch bei Störungen an den Sehnenansätzen, muskulären Beschwerden und Gelenkstörungen eingesetzt werden.


Behandlungsablauf

Bei besonders schmerzempfindlichen Patienten wird eine lokale Anästhesie vor der Behandlung durchgeführt. Zur Behandlung wird der sogenannte Applikator über der geschädigten Struktur auf der Haut angebracht. Der Arzt sorgt mit Hilfe eines Gels für eine exakte Kopplung des Applikators mit dem Gewebe, um einen präzisen Übertritt der Wellen auf das zu behandelnde Areal sicherzustellen. Am Gerät können vom Behandler die Intensität und die Frequenz der angewendeten Stoßwellen je nach Bedarf eingestellt werden.

Während der Behandlung mit einer Dauer von ca. 10 Minuten verspüren Sie bei örtlicher Betäubung nur einen leichten Schmerz. Nach kurzer Ruhezeit verlassen Sie die Praxis nach insgesamt ca. 30 Minuten.


Das Schmerzempfinden ist bei jedem Menschen unterschiedlich. So kann nicht pauschal beurteilt werden, in welchem Fall eine lokale Betäubung zur Schmerzausschaltung erforderlich ist. In der Regel tolerieren die Patienten eine Behandlung mit ESWT auch ohne schmerzhemmende Medikation.

In der Regel reichen 1 bis 3 Behandlungssitzungen aus.

Aufgrund des geringeren Energieeinsatzes und der flächigen Ausbreitung der Stoßwellen stellt die radiale Stoßwellentherapie ein sehr schonendes Behandlungsverfahren dar. Bei den bisherigen Anwendungen traten allenfalls geringfügige Nebenwirkungen, wie eine vorübergehende Hautrötung oder vereinzelt kleinere Blutergüsse auf.

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) stellt keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen dar, die Behandlungskosten müssen deshalb vom gesetzlich versicherten Patienten selbst getragen werden. Von den privaten Krankenversicherungen werden die Kosten im Rahmen der GOÄ in der Regel erstattet. Gegebenenfalls sollte die Erstattung der Kostenübernahme vorab beim Versicherer beantragt werden.


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